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Werkprozess eines Plastikers

Sommeraustellung 2011

Der zürcher Bildhauer Hermann Haller ließ sich 1923 ein massgeschneidertes Atelierhaus am Zürisee bauen. In direkter Nachbarschaft zum Corbusier-Haus liegt das Atelier heute noch nahezu im Originalzustand in einem Park direkt am See. Die Kuratorin Priska Held arbeitet seit Jahren daran, den bildhauerischen Nachlass Hallers aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So findet jährlich eine Sommerausstellung im Atelier statt, die jeweils einen besonderen Aspekte aus Hallers Werk hervortreten lässt. In diesem Jahr steht der „Werkprozess“ selbst im Mittelpunkt der Ausstellung. Haller hat sein plastisches Werk kaum zeichnerisch oder skizzenhaft vorbereitet. Vielmehr hat er direkt vor dem Modell in Ton oder Gips gearbeitet. In seinem Nachlass befinden sich hunderte von kleineren und größeren Modellstudien, die zum Teil fragmentarisch, skizzenhaft mit ausgesprochen sicherer Hand für Ausdruck und Proportion gearbeitet sind. Sie tragen direkte Spuren des Schaffensprozesses in sich und wirken außerst spontan und lebendig.

Pleasant_net hat das Ausstellungsplakt und die Einladungskarte gestaltet. Manuel Fabritz bekam die Möglichkeit, die Arbeiten direkt im Atelier zu Fotografieren. So war es möglich, die Objekte in der einmaligen Atmosphäre des Ateliers mit seinen idealen Lichtverhältnissen ganz authentisch dem Schaffensprozess entsprechen auf zu nehmen.